Nistkasten mit Kamera (Raspberry Pi)

2021

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2020

Nachdem ich vor ~10 Jahren schon einmal einen Nistkasten mit Kamera hatte, wollte ich Anfang 2020 nochmals einen bauen um mit meinem Kind die Vogelaufzucht zu beobachten.

Ursprünglich wollte ich eine fertige IP-Kamera kaufen, welche ich über PoE betreiben kann. Erschlagen von der schieren Masse an angeboten Geräte wählte ich (mehrmals hintereinander) eine (scheinbar) passend spezifizierte Kamera aus und testete diese. Nach 3 Versuchen habe ich aufgegeben. Oft stimmten Blickwinkel und Fokus nicht, weil die Kameras für weitwinklige Überwachung in „der Ferne“ ausgelegt sind. Oft war die Nutzung auch nur mit App/Cloud/Zusatzsoftware möglich. Die Bedienoberflächen und Funktionsumfang sind teilweise ein Graus, schlechter als die Kamera vor 10 Jahren (welche leider ein JAVA Applet im Browser benötigte).

Raspberry Pi mit motionEye

Also entschied ich mich die Kamera mit einem Raspberry Pi selbst aufzubauen.
Mit der Raspberry Pi Kamera konnte ich den Kamerafokus mechanisch einstellen mit der Software motionEye wurde genau meine Spezifikation erfüllt.

Installation/Konfiguration

Da ich den Umgang mit Linux-Systemen gewohnt bin, kann ich mich an keine großen Herausforderungen bei der Installation von rasbian und motionEye erinnern. Anlaufstelle für Installationshinweise könnte sein: motionEye – Install On Raspian

Aufbau Nistkasten

Der Nistkasten besteht aus zwei Etagen getrennt durch eine Acrylglasscheibe. Oben sitzt das Kameramodul mit LED/IR-Beleuchtung drin, unten können die Vögel brüten.

Beleuchtung

Die Beleuchtung war ein kniffligeres Thema als gedacht. Bei meiner ersten Kamera (vor 10 Jahren) war weder Tageslicht noch IR-Licht ein Problem. Leider stellte sich die Rasperry Pi Kamera (nicht die originale [kuman Raspberry Pi 3 B+ Camera Module von amazon]) im Tageslichtmodus als nicht sehr lichtempfindlich heraus. Die mitgelieferten IR-Scheinwerfer waren wirklich „Scheinwerfer“ und viel zu hell für den kleinen Kasten.

Also hatte ich dann noch separate IR-LEDs und weiße LEDs bestellt und eingebaut. Damit die LEDs den Kasten nicht so punktförmig ausleuchten, habe ich den runden Kopf der LEDs etwas herunter geschliffen.

Per Skript schalte ich die LEDs bei Sonnenauf-/Untergang dann an und aus. Die Vögel stört das nicht. Zufrieden bin ich mit dem Tageslicht und der Bildqualität allerdings noch nicht.

Belüftung

Leichter zu lösen war der Wärmestau im Nistkasten durch den Rasperry Pi. Dazu habe ich seitlich einfach einen großen 12V Gehäuselüfter montiert, welcher (betrieben mit nur 3,3/5V) nicht hörbar läuft. Er transportiert die Wärme seitlich aus dem Obergeschoss. Die Lüftungslöcher habe ich mit feiner Gage abgedeckt, damit keine Insekten darin nisten.

Anbringung

Der Nistkasten ist am Balkon angebracht und wird per (herausgelegten) Netzwerkkabel mit Strom versorgt.

Beobachtung

Die Software motionEye stellt neben der Weboberfläche auch einen Videostream zur Verfügung, welchen ich auf einem Tablet eingebunden habe.

Bildmaterial

Nur eine kleine Auswahl von 2020:

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